Startseite » Das kommt ... » Queer Beats Festival 2012 – 13 Jahre Candy Club

Queer Beats Festival 2012 – 13 Jahre Candy Club

Erstes Party- und Konzert Highlight des Jahres in München

(München, 07.01.12) Gerade mal eine Woche ist das neue Jahr alt. Die letzten Silvesterraketen sind gerade verglüht und schon gab es das erste Party- und Konzert Highlight in München. Die Queere Münchner Partyreihe Candy Club feierte ihren 13. Geburtstag mit einem neuen Queer Beats Festival im Feierwerk.

‘In meiner Utopie gibt es die Wörter homo- und heterosexuell nicht mehr, weil das keine Rolle mehr spielt’, sagt Thomas Lechner, der Veranstalter. Und genau so verstehen sich auch die QUEER BEATS Festivals. Er verzichtet bewusst auf schwule Klischees. Auf die Musik kommt es an und so ist es nicht verwunderlich, dass das Publikum an diesem stürmischen, regnerischen Donnerstagabend bunt gemischt ist.

Anfangs steht Thomas Lechner selbst am Eingang und begrüßt quasi jeden mit Handschlag. Musikalisch sind wieder, fern vom Mainstream, tolle Liveacts angesagt: Veronika Falls aus London, Sawoff Shotgun aus Wien, S.C.U.M. aus London, Woodpigeon aus Kanada. Aus Deutschland bzw. München gibt es Banana Fancy Free, Sizarr und Jeans Team. Lechner ist ja dafür bekannt, dass er gemeinsam mit Freunden immer wieder auf der Suche nach neuen, ausgefallenen, aufregenden Künstlern ist, die er dann für die eine oder andere Veranstaltung einlädt.

So geht es auch gleich mit einem internationalen Highlight – Veronika Falls aus London – los. In ihrer zweiten Single besingen sie den „Beachy Head“, die an der englischen Südküste gelegene höchste Kreidefelsenklippe des gesamten Vereinigten Königreichs. Neben vielen historischen Erwähnungen ist der Kreidefelsen Beachy Head der berühmteste „suicide spot“ der Insel. Indiepop vom Feinsten wird geboten. Sängerin Roxanne, Gitarrist James Hoare, Schlagzeuger Patrick Doyle und die Bassistin Marion Herbain zelebrieren gekonnt das Klischee einer klassichen Indie Pop Band.

S.C.U.M. stehen für knackigen Gitarren- und Synthesizer Sound, der so gar nicht in irgendeine Schublade passt.

Die Sawoff-Schwestern Monica, Sonia und Susanna brachten das Orangehouse zum kochen. Musik wie Pistolenschüsse. Electro-Discopop der so gar nichts mit Electro-Discopop im herkömmlichen Sinne zu tun hat, war angesagt. Brachialer, stampfender Elektropop, deutliche Texte in denen die kleinen Machos nicht immer gut wegkommen, werden mit ausgefeilter Performance, (musik-)handwerklich sauber vorgetragen. Das Publikum ist begeistert von so viel Frauenpower die da von der Bühne kommt.

Eine Überraschung an diesem Abend waren ohne Zweifel “Banana Fancy Free”. Auf der Bühne drei Frauen und ein MAC. Sängerin Nurin Khalil begeistert mit einer unglaublichen Stimme das Publikum. Die Musik ist eine Mischung aus Elektropop, Indie-Bands à la Maximo Park und klassische Songwriterinnen wie Tori Amos. Sie nahmem am Wettbewerb „Laut gegen Brauntöne“ der Stadt München teil und landeten mit ihrem Beitrag auf dem Sampler. Thomas Lechner wurde durch den Wettbewerb auf sie aufmerksam und ludt sie sofort zum diesjährigen Queer Beats Festival ein. Die Begeisterung der drei übertrug sich sofort auf das Publikum. Und auch wenn das ein oder andere noch nicht so perfekt funktionierte – der einzige Mann, Herr MAC, wollte nicht immer so wie er sollte – war es doch ein gelungener Auftritt und das Publikum war hellauf begeistert.

Ein rundum gelungenes Festival. So auch die Meinung des Publikums.

Danke Thomas und dem Team des Feierwerks. Wir freuen uns auf Nummer 14 im nächsten Jahr.(jo)

Fotos Queer Beats Festival 2012 - Feierwerk München – 05.01.12

Merchandise bei EMP