DIE HAPPY – auf “Red Box” Acoustic Tour im Freiheiz in München

München, 14. April 2011.   Frühling in München, auch wenn die Abende noch nicht kuschelig warm sind. Dafür gibt’s aber das ehemalige Heizkraftwerk des Münchener Hauptbahnhofes. Heute ist es das mittlerweile fast schon legendäre Freiheiz oder auch Freiheizhalle. Die ehemalige Verwendung lässt auf einen heißen Abend hoffen.

Der Saal ist recht ansehnlich gefüllt. Man steht oder sitzt auf dem Boden, unterhält sich. Das ganze macht eher den Eindruck, als hätte jemand zu einer großen Party geladen auf der man den ein oder anderen bereits kennt oder eben gerade kennenlernt. Die Bühne ist im 50er Jahre Wohnzimmer Style dekoriert. Das verstärkt das Gefühl, man sei hier bei guten Freunden zu Hause. Sogar weit angereiste Fans sind im Publikum. Extra aus St. Pölten (Österreich) hat sich eine kleine Gruppe junger Mädels auf den Weg gemacht, um endlich Die Happy erleben zu können.

Kurz nach 20 Uhr geht das Licht aus und ein junger Künstler, Greg Holden wird angekündigt. Greg Holden, Singer- Songwriter aus UK versucht das Publikum für sich zu gewinnen und auf „DIE HAPPY“ einzustimmen. Zum Teil gelingt ihm das ganz gut. Zumindest die jungen, weiblichen Fans sind von ihm und seiner Musik ganz angetan.

Nach kurzem Umbau geht es dann endlich los. Ein kurzes Intro und da sind sie endlich, DIE HAPPY! Mit den Songs „Big Boy“, „Cherry Girl“ und „ Perfect“ beginnt die Show. Gleich von Anfang an, singen viele den Text mit.
Marta erzählt zwischen den einzelnen Songblöcken immer wieder kleiner Story’s aus dem (Band-) Leben, wie sie selbst später mit einem verschmitzten Lächeln sagt, wahre und nicht ganz so wahre Geschichten. In Anspielung auf ihr Bühnenoutfit – High Heels -, sie sei ja eigentlich die „Sneaker Queen“ und ist sehr froh, dass alle bisherigen Abende ohne Unfälle abgelaufen seien. Oder die Story von ihrem 70 jährigen Freund, der ihr eines Tages eine vierzig Jahre jüngere Freundin präsentierte. Als sie Flamenco tanzen muss, kommentiert sie das mit: „I know… it’s survival…“.

Es macht sich eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre breit, was nicht nur allein an der Bühnen Deko liegt. Die Fans fühlen sich sichtlich wohl.

Nach Titeln wie „Good Things“, Still Love You“ und „Like A Flower“ ist die Show auch fast schon vorbei.
Aber ohne Zugabe lässt das Publikum Marta und die Band natürlich nicht gehen. Sie lässt sich von ihrem „guten Geist“ Jasper noch einmal frischen Karottensaft, ohne den, wie sie selbst sagt, bei ihr gesangstechnisch gar nichts geht, bringen und weitere fünf Songs werden gespielt. Zum Schluss gibt es „On My Way“ in einer Reggae Version. Das Publikum tanzt und es kommt Karibik feeling auf.

Es war toll „Die Happy“ einmal ganz anders zu erleben. Akkustisch mindestens genau so sehen- und hörenswert wie in „normaler“ Besetzung.
Brillante Musiker unterstrichen, dass sie nicht nur elektronisch verstärkt Musik zum klingen bringen und das Publikum begeistern können. Gerade unplugged beweist sich, ob man sein Instrument beherrscht oder nicht. Das Publikum dankt es mit langem Beifall und ein wundervoller Abend geht zu Ende. (Jo)
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