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BOY – ein Konzert der Superlative in der ausverkauften alten Kongresshalle München

Valeska Steiner und Sonja Glass – zusammen sind sie BOY – verzauberten mit ihrer live-Band gestern rund 1600
Fans in der alten Kongresshalle München

Die von Valeska liebevoll angekündigte Support-Band HUSKY aus Melbourne (Australien) eröffneten den Abend. Den  drei Jungs aus Down Under gelang es recht schnell, dass etwas zurückhaltende Münchner Publikum aufzutauen.
Ihre Indie-Folksongs kamen gut an und das Publikum dankte mit tosendem Beifall und Zugaberufen.

Nach kurzer Umbaupause verdunkelte sich die Bühne, lediglich ein riesiger Ballon leuchtete dunkel wie eine aufgehende Sonne. Mit jedem Takt wurde es etwas heller und man konnte die Band, eingerahmt von großen alten Glühlampen, erkennen. Das Publikum war von Anfang an hellauf begeistert. Man lauschte gespannt Valeska’s einzigartiger Stimme. Viele schlossen die Augen, andere sangen bereits hier schon leise mit. Eine fantastische Stimmung legt sich wie ein Schleier über den ganzen Saal.

BOY verstehen es immer wieder mit ihrer Natürlichkeit, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Kleine Geschichten aus dem Tourleben werden erzählt. Da ist die Rede vom “unbefriedigendem Partyleben” auf Tour, bei dem die Jungs (der Band) für die Mädels mit trinken” oder ihr Hit “This is the Beginning” wird all jenen Leuten gewidmet “…die nach München gezogen sind oder sonst irgend etwas Mutiges gemacht haben”.
Der Song selbst scheint eine Vorwegnahme der kommenden Ereignisse in ihrem Band- und persönlichen Leben zu sein. Im letzten Jahr waren BOY noch als Vorband für Philipp Poisel und Bosse unterwegs und ein Geheimtipp in der Musikszene. Dann ging es Schlag auf Schlag. Vertrag bei Grönemeyers Plattenlabel “Grönland Records” – der nimmt nicht jeden -, erste CD “Mutual Friends” und eine erste ausverkaufte Tour bevor sie überhaupt begonnen hatte. Es folgten Zusatztermine und eine weitere Tour in diesem Jahr, die ständig erweitert wird und ebenfalls so gut wie ausverkauft ist. Eine fast schon unheimliche Geschichte im Castingshow geplagten Deutschland.

Das schöne daran ist, dass BOY sich bei all ihren Erfolgen ihre Eigenständigkeit bewahrt haben.  Sie sind ehrlich, natürlich, charmant und die Fans glauben ihnen.

Die Texte von BOY sind meist autobiografisch. In “Drive Darling” erinnert sich Valeska an den Abschied von Familie und Freunden in Zürich: “And no rearview could picture what we leave behind. Drive Darling, drive.” Melancholisch, aber wunderschöne kommt “Waitress” daher. Es erzählt von einer Kellnerin, die darauf wartet, dass ihr Leben beginnt. “While daylight is fading…”.

Der Abend ist fast zu Ende. Ohne Zugabe(n) geht es aber auch in München nicht. Bei “Little Numbers” ist noch einmal das Publikum gefragt. Und das macht seine Sache mehr als gut. 1600 Stimmen lassen den Saal fast erbeben. Man kann die Rührung Valeska’s deutlich erkennen. Ein neuer Song -“Hotel room” – wird begeistert aufgenommen.

Zum Abschluss gibt es noch einen Wunsch Song. Valeska entschuldigt sich, dass man eigentlich alle Songs bereits gespielt hat und deshalb auf schon gespieltes zurückgreifen muss. Dem Publikum ist das völlig egal. Wenn es nach ihm ginge, könnte BOY auch das gesamte Set noch einmal spielen und die Begeisterung wäre die gleiche.

Mit “Skin” werden die Fans in den nebligen, kalten Freitagabend entlassen. Einige werden sicher weiter feiern, andere träumen sicher noch sehr lange, von einem der schönsten Konzerte, dass sie erleben durften.(JK)

Fotos BOY

Fotos HUSKY

 

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