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12 Jahre Candy Club – QueerBeats Festival 2011 am 8. Januar im Muffatwerk in München

München, 10.01.2011.   Gerade mal eine Woche ist das neue Jahr alt und schon gab es das erste Party- und Konzert Highlight in München. Die Queere Münchner Partyreihe Candy Club feierte seinen 12. Geburtstag mit einem neuen Queer Beats Festival im Muffatwerk.
„Ein Festival, das aufregende, neue Musik vorstellt, ein Festival, das Acts mit schwul-lesbischem Background oder Bezügen präsentiert, ein Festival auf dem die Lust an der Performance dominiert, ein Festival das anecken und vor den Kopf stoßen kann und bei dem dennoch der Spaß im Vordergrund steht, ein Festival der Vielfalt, das auch mal Grenzen überschreitet und dabei niemanden ausschließt, sondern Menschen zusammenbringt.


Denn all das sind die Dinge, die eine moderne queere Party ausmachen, welche schon längst die Verstaubtheit der Szene-Ghettos hinter sich gelassen hat und in vielen Farben demonstriert, wie erfrischend positiv die Unterschiedlichkeit von Menschen/Charakteren/Persönlichkeiten sein kann wenn nicht deren Ausgrenzung im Vordergrund steht, sondern ihr Zusammenkommen.
Ein Festival also für „open minded people“. Ein Festival das wir Queer Beats nennen, denn “queer” schließt ALLE ein, egal ob schwul, lesbisch, hetero, bi, trans oder sonstwas. Vor, auf und hinter den Bühnen“ so Thomas Lechner von Queerbeat.
Das diesjährigen Lineup ist auch entsprechend. Liveacts sind u.a. Yelle(Paris), Clara Luzia (Wien), Kill Her First(Berlin), Austra (Toronto) und Kap Bambino (Bordeaux).

Los ging es mit Sonja Eismann und Christiane Erharter mit ihrer „Edutainment“-Lesung „Born in Flames – Sound Lecture“ im Muffatcafé. Gleich danach gab es dort den One Man Act Crazy Bitch In A Cave. Cross Dressing, theatralischer Gesang, mit R’n’B Elementen gesprickte Songs.

Das totale Kontrastprogramm gab es im Ampere. Die Berlinerinnen von Kill Her First ließen die Location mit infernalischen Punk Sound erbeben. Und die Fans waren voll dabei. Man konnte deutlich sehen, dass das ganz nach ihrem Geschmack war. Frontfrau Gerox DeVille brüllte ins Mikrofon und (punk-) rockte mit ihrer Band gekonnt den Saal.
Nach dem tollen Auftritt von Kill Her First ging es in der nun mittlerweile gut gefüllten Muffathalle los.

Einer der Headliner des Festivals, Clara Luzia aus Wien, war wieder einmal in München. Dieses mal in voller Besetzung mit Ines Perschy am Schlagzeug, Heidi Dokalik am Cello und dem allround Musiker Max Hauer am Piano, Akkordeon und vielen anderen Instrumenten, um dem Publikum Songs ihrer neuen CD zu präsentieren. Ihre älteren Songs, vor allem „Queen Of The Wolves“ durften natürlich nicht fehlen. Die Fans waren begeistert und nach anfänglichen „Berührungsängsten“ rückten alle bis zum Bühnenrand vor. Die neue CD wird übrigens im April 2011 erscheinen und Life On Stage.Net wird von der CD Release Party exklusiv berichten.
Clara Luzia spielten ihre letzten Songs, da war es nebenan im Ampere schon brechend voll. Die Bühnenshow von Uh Oh haben es in sich. Frontfrau Nina Casey wechselte mehrmals zwischen ihren Outfits und säckeweise rieselte Konfetti aufs Publikum. Gleich zwei Schlagzeuger sorgten für den treibenden Beat der GlamElectro Band.
Weiter ging es mit Rummelsnuff im Café und der Berliner Electroclash-Künstlerin Barbara Panther im Ampere.

In der Muffathalle stand jetzt das zweite Highlight an:
Yelle aus Paris spielte das erste Mal in München. „We need your help“ schrie sie, was eigentlich gar nicht nötig war, denn spätestens ab „Je Veux Te Voir“ war das Publikum voll in Ekstase und tanzte zum Electropop der Französin.
Der letzte Liveact, das Duo Kap Bambino, war anschließend Im Ampere am Start. Sängerin Caroline ließ sich zu ihrer Musik vom Publikum durch die Halle tragen, lag auf der Bühne und sang oder hüpfte im Publikum zu ihrer Musik. Alle tanzten gemeinsam, schwitzten gemeinsam und performten auf ihre Art gemeinsam.
Bis fünf Uhr wurde noch gefeiert und die Meinungen die man hörte, waren einhellig: eine runde, super, mit tollen Liveacts gespickte Veranstaltung, die für alle etwas zu bieten hatte.

Danke Thomas und dem Team des Muffatwerks! Wir freuen uns alle auf Nummer 13 im nächsten Jahr.(jo)

Foto’s Queer Beats Impressions
Foto’s Clara Luzia

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